Ich habe lange nicht über Unsterblichkeit gesprochen.
Nicht, weil es mich nicht interessiert hat.
Sondern weil es mich zu sehr berührt hat.
Es war kein Gedanke, den ich spannend fand.
Es war eher ein Gefühl, das da war.
Und genau das hat es schwierig gemacht.
Warum ich das Thema verdrängt habe
Unsterblichkeit ist kein kleines Thema.
Wenn es wirklich stimmt – oder sich zumindest so anfühlt –
dann stellt es vieles infrage.
Wie ich lebe.
Was wichtig ist.
Wer – oder besser: was – ich bin.
Ich habe gemerkt, dass ich diesem Thema lieber ausweiche.
Ich habe gearbeitet.
Mich beschäftigt.
Mich abgelenkt.
Einfach, um nicht hinzuhören.
Frühe Erfahrungen mit etwas, das ich nicht einordnen konnte
Rückblickend war dieses Thema schon früh da.
Als Kind hatte ich immer wieder Träume, in denen ich gefallen bin.
Oder geflogen.
Sehr real.
Fast körperlich spürbar.
Ich bin kurz vor dem Aufprall aufgewacht.
Damals habe ich das einfach als Traum gesehen.
Heute fühlt es sich anders an.
Nicht als Beweis.
Sondern als Erfahrung, die zu mir gehört.
Die Angst, es auszusprechen
Der schwierigste Schritt war nicht das Wahrnehmen.
Sondern das Aussprechen.
Ich erinnere mich an ein Gespräch mit meiner Partnerin.
Ich habe angefangen zu erzählen – und plötzlich kamen die Tränen.
Es war, als würde etwas in mir aufbrechen.
Und gleichzeitig war da Angst:
Was passiert, wenn ich das wirklich sage?
Wie wirkt das auf andere?
Bin ich dann noch „normal“?
Die paradoxe Angst
Im Rückblick wirkt es fast widersprüchlich.
Ich hatte Angst, über Unsterblichkeit zu sprechen –
und gleichzeitig Angst vor dem Tod.
Vielleicht war es gar nicht nur die Angst vor dem Sterben.
Sondern die Angst vor dem, was ich dann fühlen würde.
Vor Kontrollverlust.
Vor etwas, das größer ist als ich.
Was sich verändert hat, seit ich darüber spreche
Seit ich begonnen habe, mich zu öffnen, hat sich etwas verändert.
Nicht plötzlich.
Nicht spektakulär.
Aber spürbar.
Ich schlafe ruhiger.
Ich bin mehr bei mir.
Ich nehme mich klarer wahr.
Es geht gar nicht darum, ob Unsterblichkeit „stimmt“.
Sondern darum, dass ich aufhöre, mich selbst zu vermeiden.
Begleitung bei deinen Themen
Wenn dich diese Themen berühren und du dir Begleitung auf deinem eigenen Weg wünschst, kannst du dich gern bei mir melden. Ich unterstütze Menschen dabei, wieder in Verbindung mit sich selbst zu kommen und ihren eigenen inneren Weg klarer zu sehen.
Vom Wegdrücken ins Wahrnehmen
Früher habe ich dieses Thema weggedrückt.
Heute lasse ich es da sein.
Manchmal nur abends.
Manchmal mitten im Tag – im Garten, bei der Arbeit.
Ohne es erklären zu müssen.
Einfach als Teil meiner Erfahrung.
Warum solche Themen oft verdrängt werden
Ich glaube, viele Menschen kennen solche inneren Themen.
Nicht unbedingt Unsterblichkeit.
Aber Dinge, die sich nicht einordnen lassen.
Die nicht ins gewohnte Weltbild passen.
Dann entsteht schnell ein Reflex:
Lieber nicht hinschauen.
Nicht auf die innere Stimme hören.
Eine langsame Annäherung
Bei mir war es kein Durchbruch.
Sondern ein Prozess.
Ein kleines Öffnen.
Dann wieder Abstand.
Dann wieder ein Stück näher.
Und irgendwann wird es ruhiger.
Nicht, weil das Thema verschwindet.
Sondern weil ich mich darin nicht mehr verliere.
Eine offene Frage
Ich weiß nicht, wie „wahr“ das ist, was ich wahrnehme.
Und vielleicht ist das auch gar nicht der Punkt.
Mich würde eher interessieren:
Wie geht es dir mit dem Gedanken, dass wir nicht einfach verschwinden?
Gibt es in deinem Leben etwas, das du spürst –
aber bisher nicht wirklich zulassen konntest?