Über mich

Hallo, ich heiße Jens – Gemüsegärtner, Vater, und jemand, der schon seit Kindertagen ahnt, dass die Welt feiner und tiefer ist, als sie auf den ersten Blick erscheint.

Der lange Umweg

Aufgewachsen auf einem Bauernhof, war ich früh nah an Erde, Wachstum und dem stillen Rhythmus der Dinge. Und doch ging ich nach der Schule erst einmal einen anderen Weg: Studium, Promotion, der Versuch einer Karriere in der Industrie. Das schien das Richtige zu sein – oder zumindest das Anerkannte.

Dann saß ich einige Jahre im Büro. Hinter mir, aus dem Fenster heraus, war ein Wald. Und irgendwann wurde mir klar: Ich schaue in die falsche Richtung. Nach einigem Hadern habe ich gekündigt.

Nicht weil das alles falsch war. Sondern weil ich gespürt habe, dass da noch etwas anderes auf mich wartet – etwas, das mehr mit mir zu tun hat.

Was mich auf diesem Weg noch länger begleitet hat, ohne dass ich es wusste: Ich bin umgeschulter Linkshänder. Jahrzehntelang habe ich unbewusst gegen meine natürliche Anlage gelebt – mit allerlei Folgen im Körper und im Inneren. Als ich das letzten Sommer zufällig im Garten entdeckt habe, hat sich vieles auf einen Schlag anders gefügt. Ein kleiner, aber tiefer Riss in einem Bild, das ich für selbstverständlich gehalten hatte.

Der Garten als Lehrmeister

Seit 2020 baue ich gemeinsam mit meiner Freundin Christine naturbelassenes Gemüse an – für Menschen in der Region rund um Bad Pyrmont und der Ottensteiner Hochebene. Dabei bin ich täglich draußen, im Rhythmus der Jahreszeiten, nah an Erde, Pflanze und Wachstum. Was ich dabei anbaue, wächst mit einer bestimmten Haltung: Ein gesunder Boden, der nicht ständig gestört wird, bringt kräftige, nährstoffreiche Pflanzen hervor – ohne künstliche Beschleunigung, ohne Ausbeutung.

Im Garten erlebe ich manchmal Dinge, für die ich keine ganz saubere Erklärung habe: Hinweise, die ich mir nicht selbst gebe. Ein Gespür, bevor ich nachgesehen habe. Ob ich das richtig deute, weiß ich nicht immer. Aber ich höre hin.

Was mich wirklich beschäftigt

Schon als Kind hatte ich das Gefühl, dass mit dem Tod nicht alles endet, dass da Schichten sind, die viele Menschen nicht sehen oder hören. Heutzutage verwenden wir in diesem Zusammenhang Begriffe wie Intuition, Hellsinnigkeit, Medialität und Gott. Ich habe dies lange beiseite geschoben, aus Scham, aus Unsicherheit. Heute lasse ich es mehr und mehr zu.

In meinem Podcast „Die Zweite Geburt“ erzähle ich immer offener davon, wo ich gerade stehe – mit all den Zweifeln, die dazugehören. Kein Druck. Keine schnellen Lösungen. Einfach ein Raum, um wieder ein Stück näher zum Leben selbst zu kommen – für alle die spüren, dass es interessant ist.

Hör gerne mal rein.

Der Mensch hinter dem Thema

Mein Leben ist geerdet und bodenständig. Und gleichzeitig horche ich in Schichten, die nicht jeder wahrnimmt. Manchmal bin ich zu gestresst und zu unachtsam, dass vieles davon untergeht. Das gehört dazu. Ich lerne noch.

Am Ende läuft bei mir alles auf dasselbe hinaus: wieder in Kontakt kommen. Mit dem Natürlichen. Mit sich selbst. Ob über das Gemüse, den Podcast oder den Blog – das ist die Einladung, die ich ausspreche.

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